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Auf Tuchfühlung mit Ihrer Stimme.

Sing nicht so falsch!, In unserer Familie sind sowieso alle unmusikalisch oder Sei bitte leise. Haben Sie einen dieser Sätze auch schon gehört in Ihrem Leben? Ab einem gewissen Zeitpunkt verstummt das lustvolle Singen zur Gänze. Die spontane Gefühlsäußerung und das verspielte Ausprobieren von Tönen wird im Keim erstickt, der natürliche Ausdruck gehemmt.

Unsere Stimme ist allerdings eng mit unserer Persönlichkeit verbunden. Daher kann Kritik an ihr sehr schmerzhaft sein und tief treffen. „Falsche“ Töne gelten in unserer Gesellschaft als peinlich. Wer nicht richtig singen kann, möge lieber schweigen, um die anderen, die „Musikalischen“, nicht zu stören.

Wie bringen Sie wieder Singen in Ihr Leben?

Haben Sie schon einmal versucht zu singen, wenn Sie körperlich arbeiten?
Unser Vorschlag: Wenn Sie das nächste Mal bügeln, das Auto waschen oder wachsen, den Boden putzen, im Garten arbeiten oder ähnliches: Trällern Sie, tönen oder singen Sie spontan dazu. Ganz verspielt. Vielleicht erfinden Sie aus der Bewegung heraus einen eigenen Song. Arbeiten mit Hebelwirkung oder kreisenden und fließenden Bewegungen wie auch Heben oder Ziehen werden vom Singen unterstützt. Der Körper arbeitet in der Regel automatisch ergonomischer, der Atemfluss wird reguliert. Und die Arbeit macht mehr Spaß! Dieses Phänomen machte man sich bereits in Arbeitsliedern wie Seemannsliedern oder Negro-Spirituals zunutze.

Aus diesem Kontext heraus: Singen Sie wieder und geben Sie Töne(n) mehr Platz in Ihrem Leben! Bewerten Sie Ihre Töne nicht, sondern lassen Sie der Stimme freien Lauf. Gehen Sie mit ihr um wie mit einem Kind – liebevoll, geduldig, aufmunternd, lobend und verspielt. Sie werden merken, dass sie Ihnen folgt.

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