Beziehungsorgan Stimme

Barbara Widhalm hat ein Buch geschrieben: „Vielstimmig“ heißt es – und vielstimmig ist es auch.

Worum geht’s darin?

BARBARA WIDHALM: Das Buch behandelt drei Themenstränge – nämlich: Was schwingt in unserer Stimme mit? Weshalb lohnt es sich, den Konnex von Stimme und Psychologie näher zu betrachten? Und wie wirkt Stimmtraining in der Gruppe? Was mir wichtig war: Die Praxis-Orientierung. So zeigen zahlreiche Beispiele aus der logopädisch-psychologischen Praxis die unterschiedlichen Facetten unseres Kommunikationsorgans.

Was war die Motivation, dieses Buch zu schreiben?

Obwohl ich mich intensiv mit Fachliteratur beschäftigt habe, bin ich kaum fündig geworden, was die sozialen Aspekte der Stimme betrifft. Allerdings spielt das Soziale für die Stimme eine ganz wesentliche Rolle. Das zeigen auch unsere Forschungsergebnisse. Konkret: In welcher Gesprächssituation befinde ich mich? Wer sind meine Gesprächspartner, in welcher Beziehung stehen sie zu mir (Vorgesetzte, Kunden, …)? Oder auch die Rolle betreffend: Spreche ich als Vortragende, als Mitarbeiterin, Partnerin?

Wenn wir uns beengt fühlen, wenig Raum haben, wird auch unsere Stimme beengt sein. Schüchtert uns jemand ein, kann sich auch die Stimme nicht entfalten. In solchen Situationen macht es Sinn, das Gesamtbild anzuschauen. Was mich besonders freut: Es gibt viel positive Resonanz aus der Fachwelt.

Für wen eignet sich dieses Buch besonders?

Das Buch ist für Menschen gedacht, die ihr Wissen um die Stimme erweitern wollen oder auch interessiert sind am „Beziehungsorgan Stimme“; Besonders geeignet erscheint es mir für Logopäden und Stimmtherapeuten, weil Impulse für ihre Arbeit enthalten sind. Jenen, die in das Thema hineinschnuppern möchten, empfehle ich meinen Ratgeber „Stimm- und Sprechtraining. Praxistipps für alle, die etwas zu sagen haben“.

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